Roadtrip: Perth – Darwin (3)

Roadtrip: Perth – Darwin (3)

Im Top End haben wir verschiedene Nationalparks erkundet bis wir schlussendlich in Darwin gelandet sind.

Erster Stopp war der wenig besuchte Keep River NP, in dem wir gleich länger als geplant geblieben sind. Schöne Ausblicke über Eukalyptuswälder, Felsformationen mit Rock Arts der Aboriginals und eine lebhafte Tierwelt waren sehr einladend.

Nach einer langen Fahrt sind wir in Katherine gelandet, von wo aus wir den Nitmiluk NP besucht haben. Die Katherine Gorge haben wir ausgiebig für Wanderungen genutzt und sie sollte auch die letzte Schlucht auf unserer Tour nach Darwin werden. Inzwischen kämpfen wir auch schon jede Nacht gegen Unmengen von Moskitos und Nachttemperaturen von mindestens 25°C an. Daher kam uns ein erfrischendes Bad im Naturpool der Edith Falls gerade recht: zwar wird auch vor Süßwasserkrokodilen gewarnt, aber diese werden abends gefüttert, sodass das Interesse an Frischfleisch tagsüber relativ gering sein sollte. Zudem waren wir nicht die einzigen – also ab ins kühle Nass!

Weiter geht die Fahrt in einen der bekanntesten Nationalparks Australiens – dem Kakadu NP, der ungefähr so groß wie ein Viertel von Österreich ist. Die Highlights des Parks sind aber nicht sofort erkennbar, da man großteils einfach nur durch Wald- und Buschland fährt, das so aussieht wie der Rest des Top Ends. Was den Nationalpark aber ausmacht, sind die Felszeichnungen der Aboriginals, eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt und die Erkundung von fünf verschiedenen Landschaftsformen (von Sandstein geprägten Landschaften bis zu Wetlands und Monsunwäldern). Viele Billabongs (Wasserlöcher) wären sehr einladend zum Baden – wären da nicht die lieben Salzwasserkrokodile… Diese können bis zu 10m lang werden und scheuen auch vor dem Verzehr von Menschen nicht zurück. Interessante Ranger Talks und Kulturzentren bringen uns die – teils jetzt noch gelebte – Aboriginal Kultur näher.

Ein kurzer Abstecher führt uns in den Mary River Nationalpark, wo wir eine kurze Wanderung zum Bird Billabong (Name = Programm) machen. Anschließend wagen wir uns in touristisches Territorium vor und machen einen sogenannten “Jumping Crocodile” Cruise. Dabei fährt ein einstöckiges Boot entlang des Adelaide Rivers und füttert Krokodile, sobald sich diese dem Boot nähern, weil sie einem zusätzlichen, leicht verdienten Snack nicht abgeneigt sind. Daraufhin springt das Krokodil so hoch es kann und wird dabei von zahlreichen Fotoapparaten abgelichtet. Irgendwie wie im Zirkus, aber wo kommt man einem Krokodil sonst so nah? Im Kakadu NP sind sie meistens nur faul herum gelegen – hier gibt es mehr Action 🙂

Der letzte Nationalpark, den wir hier per Camper erkunden, ist der Litchfield Nationalpark. Nach so viel Hitze, Kultur und Wanderungen benötigen wir dringend eine Auszeit. Und so nützen wir den Nationalpark hauptsächlich, um in einem der vielen von Wasserfällen gespeisten Naturpools ausgiebigst zu plantschen. Hier muss man sich auch nicht vor Krokodilen fürchten – es taucht maximal die ein oder andere Kröte aus den Tiefen des Pools auf.

Wir haben zwar noch keine der allseits bekannten Top-Sehenswürdigkeiten (wie die Oper von Sydney, den Uluru, die Whitsunday Islands, o.ä.) besucht, aber wir fühlen uns sehr wohl in Australien und entdecken Tag für Tag neue Highlights für uns. Morgen retournieren wir den Camper, mit dem wir insgesamt über 8500km zurückgelegt und 31x eine Tankstelle beehrt haben.

Nun sind wir in der Mega-City Darwin mit 100.000 Einwohnern gelandet und haben die Annehmlichkeiten (Waschsalon, Autowäsche, Supermarkt,…) ausgiebig genutzt. Zu sehen gibt es nicht viel (außer einigen asiatisch angehauchten Wochenendmärkten, die nach fünf Monaten in Asien eher bescheiden ausfallen) und auch die Stadtstrände können wegen Würfelquallengefahr ganzjährig nicht genutzt werden.

Jetzt heißt es für uns endgültig Abschied nehmen von tropischen Temperaturen, da wir demnächst für einige Zeit in den australischen Winter aufbrechen.

Über die Autoren

Karin und Max reisten von Jänner 2010 bis Juni 2011 um die Welt