Christchurch bis Stewart Island

Christchurch bis Stewart Island

Kia Ora aus Neuseeland! Nachdem zunächst unsicher war, ob unsere beiden Flüge mit Virgin Blue aufgrund von Problemen mit dem IT-System (drei Tage lang…)  nicht gecancelt werden, kamen wir im schönen, sonnigen Christchurch an. Schon beim Flug von Brisbane kommend, haben wir ein traumhaftes Panorama über die südlichen Alpen genossen.

Doch bald werden wir wieder in die Realität zurückgeholt: unser Hostel für die erste Nacht ist aufgrund des Erdbebens vor wenigen Wochen geschlossen. Auch viele Häuser sind nicht zugänglich und teilweise fühlt man sich wie in einer Geisterstadt.Nach einigen Tagen in der – abgesehen von einigen beschädigten Straßen – schönen Stadt fahren wir nach Banks Peninsula, wo wir uns durch grüne Hügel, viele Schafe und traumhafte Ausblicke auf Meeresbuchten nach Akaora – der ersten französischen Siedlung inkl. französischen Straßenschildern – aufmachen.

Die weißen Berggipfel leuchten uns schon eine Weile entgegen und so machen wir uns als nächstes auf den Weg zu diesen auf.

Auf dem Weg liegt auch der traumhafte Lake Tekapo, wo wir gleich auch den Mount John besteigen. Das Wetter spielt zwar nicht ganz mit, aber nichts desto trotz ist es sehr beeindruckend. Die nahegelegenen Hochlandlachsfarmen versorgen uns dann mit unsem Abendessen.

Das Ziel der Fahrt ist jedch der Mount Cook Nationalpark. Zunächst sehen wir weder den Lake Pukateri noch die Berge der Umgebung aufgrund des Nebels. Wir wandern zu einigen Gletscherseen, die alle Nuancen von hell- bis dunkelgrau – vor einer dichten Nebelwand – bieten. Dass man dem Wetterbericht Neuseelands nur bedingt Glauben schenken darf, wissen wir am nächsten Tag: anstatt des angekündigten Schneefalls haben wir traumhaften Sonnenschein! Von einer Hochebene auf 700m blicken wir auf die mehr als zwanzig umgebenden 3000er, die sich direkt aus der Ebene erheben. Im Hooker Valley wandern wir entlang eines Gebirgsflusses zu einem weiteren Gletschersee – nach all den Stränden und Regenwäldern ist das wieder total faszinierende Landschaft!

Nach dem Abstecher in die Berge geht es über die runden Steine (bis zu 2m Durchmesser) der Moeraki Boulders weiter nach Dunedin, wo wir uns mit noch fehlendem Equipment (Gaskocher, etc.) ausstatten und u.a. auch die angeblich steilste Strasse der Welt ansehen.Auch Dunedin verfügt – ähnlich wie Christchurch – über ein nahegelegenes Naturparadies: Otago Peninsula. Die Albatrosse haben wir zwar nicht fliegen gesehen, aber dafür traumhafte Strände, die mit Seelöwen, Robben und gelbäugigen Pinguinen besiedelt waren! Wildlife hautnah!

Der Weg nach Süden führt uns durch die Catlins – wilde Küstenlandschaft, unendlich viele Schafe und Lämmer, Leuchttürme, Wasserfälle und auch wieder die liebgewordenen Seelöwen, Robben und Pinguine!

In Bluff angekommen – dort wo der Highway 1 beginnt bzw. unserer Meinung eher endet – setzen wir mit der Fähre über nach Stewart Island (35km südlich der Südinsel) und starten dort unsere erste mehrtägige Wanderung: in drei Tagen erwandern wir 37km auf dem Rakiuru Track, einem der neun Great Walks Neuseelands. Zwar beschäftigen uns die 12km Etappen nur 4-5 Stunden täglich, aber die Küstenlandschaft lädt zu weiteren Erkundungen und zur Vogelbeobachtung ein. Ein braunes Etwas ist nächtens an uns vorbeigehuscht – ob es einer der seltenen Kiwis war oder doch nur ein Weka, wissen wir nicht. Außerdem müssen an den letzten Tagen sämtliche Kleidungsstücke vom Schlamm befreit werden, der bis zu knietief anzutreffen war. Nach dem Track gönnen wir uns erstmal eine Flasche Wein und machen am nächsten Tag Ulva Island, ein Vogelparadies, unsicher.

Nachdem wir jetzt am anderen Ende der Welt in den abgelegensten Regionen unterwegs waren, geht es demnächst weiter in Richtung Westküste der Südinsel.Es gefällt uns hier außerordentlich gut – die Landschaft ist der Wahnsinn und auch die Kiwis sind ein nettes Volk, das zwar freundlich aber nicht so aufdringlich wie das der Australier ist.

Über die Autoren

Karin und Max reisten von Jänner 2010 bis Juni 2011 um die Welt