Die letzten Wochen auf der Südinsel

Die letzten Wochen auf der Südinsel

Entlang der Westküste geht es in den Norden der Südinsel zu Traumstränden, Fiorden und bestem Wein. Wir haben so viel erlebt und trotzdem wird uns die Zeit zu kurz. Um euch auf dem Laufenden zu halten, folgt hier ein Auszug der wichtigsten Stationen:

Fox und Franz Josef Gletscher: zwei Gletscher – einer davon nach dem Kaiser Franz Josef benannt – grenzen an Regenwald, die sich nur 10km vom Meer befinden. Alles schön und gut, aber diese Gletscher haben uns nicht sehr beeindruckt. Es mag vielleicht auch am Dauerregen gelegen haben, der uns entlang der Westküste begleitet hat…

Oparara Basin: Kalksteinformationen in Form von Höhlen und Bögen machen den Abstecher nach Karamea durchaus lohnenswert. Neben schönen Regenwäldern, Wasserfällen und Seen kann die absolute Ruhe an diesem scheinbar noch unentdeckten Platz genossen werden.

Nelson Lakes NP: die unerwarteten Dinge sind oft die schönsten… so auch in diesem Nationalpark. Bei Traumwetter erklimmen wir den Mt. Robert, der uns stets mit besten Aussichten verwöhnt. Zwar könnte die Szenerie auch aus dem Salzkammergut stammen, doch hier gibt es keinen Elektrobootverleih, nicht ein Seegrundstück, keine anderen Wanderer, gemütliche einsame Hütten (ohne Ausschank – kleiner Schönheitsfehler überall in NZ :-() und 20°C am See aber dennoch Schnee am Berg.

Abel Tasman Coastal Track: in drei Tagen gehen wir 40km entlang der Traumkulisse des Abel Tasman Nationalparks. Um jede Ecke wartet ein neuer Traumstrand, der aber zum Glück zu kalt zum Baden ist – sonst wären wir wohl immer noch dort 🙂

Marlborough Weinregion: alles dreht sich um den Sauvignon Blanc, der eigentlich schon seit Australien einen fixen Platz in unserem Camper-Kühlschrank hat. Leider fehlen die Heurigen in der Gegend und es gibt nur Verkostungen im Fabriksverkauf (von 9 bis 17 Uhr :-().

Hanmer Springs: wir haben jetzt endlich etwas gefunden, das in Neuseeland nicht besser ist als in Österreich – Thermen! Statt einer luxuriösen Spa-Landschaft erwarten uns nur Pools mit unterschiedlichen Temperaturen im Außenbereich ohne Liegen, Restaurants, Whirlpools – einfach nur warmes Wasser von 36-40°C… Aber die Entspannung war nach den Aktivitäten der letzten Wochen mehr als verdient und sehr wohltuend.

Kaikoura & Delfinschwimmen: Die Landschaft in Kaikoura ist ja schon traumhaft, aber die Unterwasserwelt übertrifft dies noch einmal bei weitem… mit wilden Schwarzdelfinen schwimmen wir eine gute Stunde in saukaltem Wasser, werden umkreist und aus nächster Nähe von den Delfinen begutachtet und sehen den Tieren anschließend bei ihren akrobatischen Kunststücken und Schnellschwimmleistungen zu. Walhai oder Delfine… es wäre eine schwere Entscheidung, wenn wir wählen müssten. Auf alle Fälle war es ein tolles Erlebnis!

Queen Charlotte Track: nach der Unterforderung beim Abel Tasman Coastral Track nehmen wir uns diesmal 71km in drei Tagen vor und erkunden den Marlborough Sound entlang der umgebenden Bergrücken. Nach zwei bewölkten Tagen werden wir am dritten Tag mit Sonnenschein entlohnt und werden trotz langer Tagesetappen mit besten Ausblicken immer bei Laune gehalten. Allerdings können wir nicht mehr nachvollziehen, warum wir vor gar nicht allzu langer Zeit freiwillig in Zelten und nur auf Isomatten geschlafen haben… 🙂

Erstmals sind wir wirklich traurig einen Ort – nämlich die Südinsel – zu verlassen, aber das ist nur ein Grund irgendwann wieder einmal hier herzukommen! Nach gut 5000km auf Strassen und 250km auf Wanderwegen sind wir inzwischen auf dem Weg nach Wellington, wohin uns eine etwa 90km lange Fährfahrt bringt. Von dort starten wir die Erkundung der Nordinsel Neuseelands.

Über die Autoren

Karin und Max reisten von Jänner 2010 bis Juni 2011 um die Welt