Fiordland & Queenstown

Fiordland & Queenstown

In einem der regenreichsten Gebiete der Welt (bis zu 7000mm Niederschlag pro Jahr) verbringen wir traumhafte Tage ohne einen Tropfen Regen.Nach den Anstrengungen des 37km Tracks wollten wir uns etwas Entspannung gönnen und verbrachten zwei Tage lang auf dem entlegenen Doubtful Sound in einem Boot. Im Gegensatz zum bekannteren Milford Sound hat dieser die 10fache Fläche, viele Seitenarme und ist bei weitem nicht so überlaufen. Im Kajak paddelnd bestaunen wir hohe Berge, die direkt von der Meereshöhe auf über 1500m in die Höhe schießen. In den Gewässern leben die seltenen Fiordland und Blauen Pinguine als auch Pelzrobben und sogar eine Schule von Delfinen – alle zeigen sich während der Fahrt.

Am nächsten Tag geht es trotz einiger Bedenken (bei der Hinfahrt kommen uns 40 Reisebusse entgegen – und wir sind derzeit in der Nebensaison!) zum Milford Sound. Als zweites Boot am frühen Morgen kommt jedoch bei wolkenlosem Himmel eine ähnliche Stimmung auf wie am Doubtful Sound – die Berge sind höher, der Fjord enger, dafür endet die Fahrt schon nach 10km am offenen Meer. Eine Wanderung führt uns zum Key Summit mit 360° Blick auf die umgebende Bergwelt. Eigentlich wollten wir ja auch hier einen mehrtägigen Walk angehen, aber wenn man so traumhafte Panoramen auch anders erleben kann… Milford, Routeborn und Kepler Track sind momentan leider wegen hoher Lawinengefahr nicht zu empfehlen – und nach der Schlammschlacht auf Stewart Island haben wir keine Lust in 70-300cm hohem Schnee herumzuwandern.

Um dennoch die Bergwelt weiterhin zu bestaunen, nehmen wir einen Teil des Kepler Tracks in Angriff, der uns zur Luxmore Hut führt. Eine bunte Mischung aus Working-Holiday Europäern und ausgeflippten Kiwis garantieren beste Hüttenstimmung. Und der Ausblick auf den Lake Te Anau mit unzähligen Bergen ist einfach der Hammer…

Wir raffen uns dennoch auf weiter nach Queenstown zu fahren und werden nicht enttäuscht: ein traumhafter See in mitten von Bergen. Spätestens beim Flanieren durch die Hauptstraße des Ortes wird jedem klar: hier dreht sich alles um den ultimativen Adrenalinkick!

Und so sitzen wir am nächsten Tag auch schon in einem Jetboat, um den engen Shotover River mit 80km/h gespickt mit 360° Spins zu durchfahren. Eine Stunde später werfen wir uns in den 109m tiefen Shotover Canyon, erleben 70m freien Fall entlang von Klippen, um anschließend 200m über die Schlucht zu swingen. Und weil es so schön ist, springen wir es gleich zweimal – einmal vorwärts und einmal rückwärts.

Inzwischen sind wir schon an der einsamen und wilden Westküste angekommen. Die letzten Tage sind wohl unschlagbar, aber wir hoffen, dass Neuseeland noch einige schöne Überraschungen parat hat. Besonders in Neuseeland fällt uns auf wie sehr  Fotos manchmal unfähig sind die Realität festzuhalten. Dennoch: viel Spaß mit den Bildern!

Über die Autoren

Karin und Max reisten von Jänner 2010 bis Juni 2011 um die Welt